Fühlt sich wie sterben an




Wie kann es nur sein, dass man wirklich nirgendswo sicher ist?
Meine Mutter und ich steigen in ihr Auto um einkaufen zu fahren. Ich habe ein ungutes Gefühl in meiner Magengegend, aber da ich sowieso stetig Angst habe, denke ich mir nichts dabei.
Doch plötzlich sehe ich nur wie ein Auto auf uns zu rast und ins uns rein fährt. Als ich wieder zu mir komme, riecht es plötzlich nach Rauch. Ich weiß nicht wo der Geruch her kommt, also kriege ich Panik. Ich schaue zu meiner Mutter und rufe ihr zu, dass wir sofort auszusteigen müssen. Wir schaffen es aus dem Auto auszusteigen und plötzlich sind da so viele Menschen. Lauter Menschen schauen uns an und helfen meiner Mutter sich in ein anderes Auto zu setzten. Meine Mutter fängt an durchzudrehen und mich anzuschreien, dass ich ihr sofort ihre Tasche aus dem Auto holen soll. Völlig benommen suche ich nach ihrer Tasche, aber ich finde sie nicht. Aus dem Augenwinkel sehe ich das Auto was uns die Vorfahrt genommen hat. Zwei ältere Personen sind in ihrem Auto eingequetscht. Ich höre lauter Stimmen, die ich nicht zuordnen kann. Es wird die Polizei, die Feuerwehr und der Krankenwagen gerufen. Ich rufe mit zitternder Stimme meinem Papa an und dann werde ich schon von einer mir unbekannter Person in das Auto geholfen, wo meine auch Mutter liegt. Sie kann sich immer noch nicht beruhigen und ich kann nicht aufhören ins Leere zu starren. Ernst nachdem der Notarzt mir die Halskrause um gelegt und mich untersucht hat, fange ich an zu weinen. Mein Bauch und meine Brust schmerzt viel zu sehr. Endlich kommt mein Papa und da wird die Panikattake immer größer. Ich bettel den Notarzt an nicht mich ins Krankenhaus zu fahren, doch da er darauf bestehen, schaffe ich es nicht mich dagegen zu wehren. Die Polizei versucht mich zu befragen, doch ich bin so aufgelöst, dass ich nur stottern kann. Als man mir in den Krankenwagen half sah ich wie die aus dem anderem Auto endlich befreit wurden. Im Krankenwagen bekomme ich eine Infusion gelegt und natürlich werde ich gleich auf meine Narben angesprochen. "Haben Sie das Borderline Syndrom?" als scheint es nichts wichtigeres im Moment zu geben. Zig panikattaken und Bäche voller Tränen später sind wir am Krankenhaus angelangt. Ich werde in ein Raum geschoben und plötzlich stehen da viel zu viele Ärzte. Es ist ein riesen großes durcheinander. Ein Arzt zieht meine Jacke aus, eine fragt wie der Unfall passiert ist, einer zieht meine Hose aus, irgendjemand untersucht mein Bauch, einer befragt mich zu meinen Narben, einer sticht mir Nadeln durch meine Hand und irgendjemand versucht mich zu beruhigen. Doch als ich fast nackt vor den ganzen Ärzten liege und mich nicht bewegen kann, fühle ich mich schrecklicher den je. Jeder begutachtet mich. Natürlich wollen sie mir nur helfen, aber ich fühle mich wie ein lästiges Objekt, eine Kuh, die auf dem Weg zum Schlachter ist. Um innere Verletzungen auszuschließen zu können muss ich über Nacht bleiben. Als ich in ein Zimmer gebracht wurde, schaute ich mir mein Bauch an und lauter blaue Flecke lachten mich hämisch aus. Und mein Hals sieht so als hätte mich einer gewürgt. Mein Papa fährt kurz nachhause und macht extra Salat für mich, da ich das Krankenhaus Essen eh nicht esse. Ich weine immer zu. Ich kann meine Tränen nicht zurück halten. Ständig diese Bilder, dieser Rauch Geruch, verfolgt mich. Ich mache in der Nacht kein Auge zu. Ich frage mich ständig, weswegen dieses Leben nichts gutes für mich offen hat. Ich glaube, dass mein Leben mich tot sehen will. Obwohl es eigentlich schon reicht, dass ich mich tot sehen will. 



Baby, just make sure you’re doing the drugs and the drugs aren’t doing you






Kurz vor dem Feierabend
habe ich all 
meine Arbeit 
erledigt 
und mache mich 
auf dem Weg
zum Klo. 
Als ich endlich
ungestört 
bin,
schmeiße ich mir
die Pillen ein.
Auf dem Weg
zurück ins Büro,
versuche ich die Angst 
runterzuschlucken, 
die seit dem Unfall 
viel zu oft spüre. 
Diese Angst, 
wieder zu fallen,
ohnmächtig und hilflos 
irgendwo in der Ecke zu kauern.
Diese Bilder
verfolgen mich 
viel zu oft.
Das macht mich verrückt. 
Ich schaffe es ins Büro 
zu kommen 
ohne einen blutigen Vorfall.
Mein Papa hat noch was zutun, 
also versuche ich 
die Zeit 
tot zu schlagen
und
auf dem Rausch 
zu warten. 
Der kommt ganz plötzlich.
Er schleicht sich an mir ran
und ich spüre
wie sich meine Sicht 
vernebelt 
und 
sich
meine Gedanken 
im Nebel 
verstecken.
Als endlich Feierabend ist
und wir zum Auto gehen,
merke ich das mich
die Droge
völlig 
eingenommen 
hat 
und
ich
nur
noch
ein Projekt 
der Pillen 
bin. 
Doch mein Papa
scheint es nicht zu merken 
und deswegen
versuche 
ich 
mich
so ruhig
zu verhalten 
wie nur möglich.
Als wir zuhause
angekommen sind,
geht mein Papa gleich 
mit unserem Hund raus
und da diese Frau, 
die mal meine Mutter war, 
bei ihren 
ach so tollen Freund ist
bin ich nun ganz alleine 
in diesen vier Wänden, 
die mal mein zuhause war. 
Mir fällt es schwer 
zu laufen, 
also sitze ich mich 
nach draußen 
und rauche 
ein paar Kippen. 
Seit zwei Tagen 
bin ich nun 
auf dieser Droge 
und sie wirkt
heute
intensiver den je. 
Als ich es endlich 
geschafft 
habe
in mein Bett
zu gelangen,
merke ich 
plötzlich 
wie meine linke Hand
nicht aufhört zu zittern. 
Erst kommt mir in den Sinn, 
dass es ja nur eine Halluzination 
sein könnte,
doch als meine Hand 
nach mehreren Minuten 
immer noch nicht aufhört 
zu zittern, 
merke ich das es
real 
ist. 
Zitternd liege ich 
in meinem Bett 
verliere meinen Verstand 
und die bittere Erkenntnis 
das ich mein Leben 
auch ohne Drogen 
ertragen 
könnte. 
Nüchtern zu bleiben
gehört
wohl 
einfach nicht
zu meinen Stärken. 



Halt mich nicht, ich hab kein Bock mehr auf das alles hier






Ich will nicht mehr in dieser bösen Welt leben. In einer Welt, wo Pädophile Kinder in ihrem Zimmer gefangen halten, Kerle Frauen auf der Straße abfangen und ins Gebüsch ziehen oder wo Menschen andere Menschen aus  unerklärbaren Gründen ermorden, möchte ich nicht mehr leben. All diese grausigen Taten zerreissen mich. Ich habe Angst vor dieser bösen Welt. Ich möchte nie wieder mein Zimmer verlassen. Ich will nicht mehr diese Erinnerungen haben, die mich erschlagen. Ich möchte nicht immer ständig Angst vor jeden Mann haben, der mir auf der Straße begegnet. Ich möchte nicht mehr diese Horror Szenarien haben, die in meinem Kopf entstehen, wenn ein Mann hinter mir her läuft. Ich will nicht ständig Bilder vor meinem Augen haben, wie er meine Hand nimmt und mich ins Auto zieht. Ich kann mich nicht mal zurück in die Kindhet wünschen, weil ich dank des jahrelangen Missbrauches das Gefühl habe nicht mehr leben zu wollen. Ich projiziere meine Vergangenheit auf meine Realität. Ich wünschte, ich könnte damit aufhören, weil ich ja weiß das nicht jeder Kerl mich würgen und im Auto festhalten will. Auch wenn M. der friedlichste Mensch auf der Erde ist, habe ich oft Angst vor ihm und das sollte nicht sein. Er sollte für mich die kleine Sicherheit sein, doch ich weiß auf langer Sicht wird er irgendwas mit mir machen, wo ich das Gefühl habe tausend Tode zu sterben. Mir war eigentlich vorher schon klar, dass eine Beziehung mit einem Mann mich und das kleine Kind kaputt macht. Nur die Schlampe freut sich, aber die soll so lange im Hintergrund bleiben bis es brenzlich wird. Diese Angst vor Kerle die mich zu tode berühren, wohnt schon viel zu lange ihn mir. 
Ich kann nicht aufhören an den Tod zu denken. Ich kann nicht aufhören daran zu denken, wie meine Kindheit und meine Jugend war. Was leben wir nur in einer grässlichen Welt. Ich möchte hier nicht mehr sein. Ich kann nicht ständig Angstattacken haben. Die Angst bremst mich ständig aus. Ich kann so nicht mehr leben. Vor allem möchte ich das schon lange nicht mehr. 




Ein schöner Tag um drauf zu gehen






Ich habe mir wirklich was vorgemacht. 
Ich stehe draußen,
rauche 
und fange an zu weinen. 
Ich höre dieses unfassbar schöne Lied
und spüre mal wieder,
dass ich keine Heimat habe.
Egal wie gut ich mich mit M. 
verstehe, 
er ist nicht meine Heimat. 
Er wird es nie sein,
weil ich es nicht zu lassen werde, 
dass er so viel Macht besitzt 
mich irgendwann heimatlos 
zu machen. 
 Das Haus,
 in dem, 
wo ich wohne,
ist auch keine Heimat mehr. 
Alles wird hier nur schlimmer,
wenn meine Mutter anwesend ist. 
Hier ist es wie im Krieg.
Ein Wort 
und die Bombe 
geht hoch. 
Und wenn ich daran denke, 
dass ich hier die nächste Zeit 
hausen
werde, 
könnte ich mir 
tief in die Haut schneiden. 
Ich habe keine Arbeit, 
ich habe nichts 
wofür es sich lohnt 
aufzustehen. 
Ich fühle mich 
wie die größte Versagerin 
auf Erden. 
Ich schaffe es kaum 
mein Bett 
zu verlassen. 
Vernachlässige alles, 
vor allem mein Körper. 
Ich kann nicht in den Spiegel 
gucken
ohne 
daran 
zu denken, 
dass ich diese Person 
im Spiegelbild
am liebsten 
tot 
sehen
möchte. 
Ich möchte wieder
ein Grund haben
wofür 
es sich lohnt 
zu leben. 
Seitdem ich letztes Jahr, 
die Person verloren habe, 
die ich bis zum tot geliebt hätte, 
ist alles nur noch schlimmer geworden. 
 Das einzige was ich gut kann, 
ist Drogen zu konsumieren 
und Menschen 
von mich weg zu schubsen. 
Doch sowas kann ich nicht 
unter Stärken 
in einen meiner Bewerbungen schreiben.
Außer sie suchen 
genau das, 
ein herzloses Mädchen, 
was Gefühle verabscheut. 




Und du fragst dich, ob du dich den Menschen wieder näherst oder mehr entfernst von ihnen






Ich nahm dich in dem Arm, 
du nahmst mein Gepäck 
und danach meine Hand, 
weil ich dir vorher gesagt habe, 
dass ich Panik kriege, 
bei solchen Menschenmassen. 
Wir verstanden uns von Anfang an 
viel zu gut. 
Du redest
und redest. 
Ich glaube,
ich habe noch nie ein Kerl 
so viel an einem Stück reden hören. 
Wir kauften uns Bier, 
obwohl du eigentlich 
gar kein Bier magst. 
Deine Mutter 
war sofort nett zu mir 
und als ich ihr die Pralinen gab, 
die ich ihr als kleines Dankeschön gekauft habe, 
lächelte sie 
und bedankte sie sich. 
Als sie erfahren hat 
das ich rauche,
hat sie mir 
eine Schachtel Zigaretten 
geschenkt, 
damit ich meine teuren Schachteln 
nicht aufbrauchen muss. 
Noch nie hat mich eine Mutter
von einem Kerl 
gleich so lieb aufgenommen. 
Ich weiß noch wie eine Mutter 
von einem Wolf 
mir gesagt hat, 
dass ich hässlich sei. 
Seit dieser Sache 
vermeide ich es so sehr es geht, 
die Mütter von Kerlen 
kennenzulernen.
Ich bin nicht gerade
die Art von Frau, 
die man mit nachhause nimmt. 
Ich bin nicht gerade der Traum
von Schwiegermütter. 
Ich bin gepierct, 
tättowiert, 
habe rote Haare 
und trage viel große 
Band T-Shirts. 
Das Wochenende bei dir 
in der Hauptstadt 
war so durchwachsen, 
das ich kaum Worte dafür finde. 
Ich habe mir etwas vorgemacht.
Ich dachte, 
wenn du mich erst 
mit meinen Narben 
von dem Unfall 
und den Schwellungen 
im Gesicht 
siehst, 
wirst du anders von mir denken.
Ich dachte, 
ich könnte dich damit abschrecken. 
Aber ich habe gemerkt
wie du mich ansahst. 
Diese Blicke waren so intensiv.
Du sahst mich so an, 
als wäre ich das schönste
Mädchen 
auf der ganzen Erde. 
Das machte mich so nervös, 
weil ich genau wusste, 
dass es falsch ist, 
da ich M. 
an meiner Seite habe, 
der komplett das Gegenteil 
von dir ist. 
Als wir zum Badesee gangen
war ich so gemein zu dir. 
Ich habe gemerkt,
wie ich deine Gefühle 
mit jedem fiesen Wort
verletzte,
aber ich konnte nicht damit aufhören.
Er wollte trotz meinen Worten
noch meine Hand nehmen,
aber die verweigerte ich ihn.
Deine Augen wirkten so traurig, 
als wir endlich am See angekommen waren 
und ich dir dein Bier aufgemacht habe. 
Du starrtest die ganze Zeit auf dein Handy
und mir fehlten die Worte. 
Ich möchte dich doch nur von mir beschützen,
mehr nicht. 
Ich nahm zig Schlücke von meinem Bier 
und zündete mir gefühlt jede 10 Minuten 
eine Kippe an. 
Du sagtest mir, 
dass du mich liebst
und ich schwieg. 
Er wollte tausend Worte 
von mir hören 
und ich starrte 
einfach nur auf den See.  
Ich lenkte die ganze Zeit ab,
aber er hörte nicht auf nachzufragen. 
Ich erzählte das 
ich 
das alles nicht kann. 
Ich erzählte,
dass ich mir eine Beziehung
mit ihm nicht vorstellen kann. 
Auf dem Nachhauseweg schwiegen wir nur. 
Ich versuchte 
Späße zu machen, 
aber ich merkte 
wie er immer trauriger wurde. 
Als wir dann bei ihm zuhause angekommen 
waren,
machte er noch eine Folge 
iZombie an 
und wir lagen stumm nebeneinander.
Plötzlich fing ich leise an zu weinen, 
meine Beine hörten nicht auf zu zucken
und meine Gedanken hörten nicht auf 
mich anzuschreien.
Ich spürte so einen festen Druck
auf der Brust.
Ich wollte das nicht so beenden. 
Ich möchte ihn nicht verlieren.
Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten 
und ich drehte mich zu ihm um 
und klammerte mich an ihm.
 Er ließ es geschehen 
und so lagen wir Minuten 
oder Stunden.
Ich weiß es nicht. 
Als ich am nächsten Tag 
im Bus nachhause war,
dachte ich über den Abend nach. 
Ich kann dieses Verhalten nicht einordnen, 
welches ich die Nacht zuvor gezeigt habe. 
So unberechenbar 
war ich schon 
lange nicht mehr. 
Ich weiß, 
dass ich sein Herz gebrochen habe, 
und das es nicht richtig war 
mich an ihm zu klammern, 
als wäre ich eine 5 Jährige, 
aber ich glaube, 
ich habe mich einfach verloren und verwirrt gefühlt, 
weil er mir in den wenigen Tagen 
mehr Liebe gezeigt hat, 
als M. in den ganzen Monaten,
wo wir so viel Zeit miteinander verbracht haben.
Er hat mein Herz berührt 
und auch wenn ich es nicht richtig 
zeigen konnte, 
war ich ihm dafür sehr dankbar.
Ich habe nicht nur sein Herz gebrochen, 
sondern mein Herz auch gleich mit. 
Es schmerzt, 
alles schmerzt wieder so sehr. 
Menschen loszulassen 
war noch nie meine Stärke, 
Lieber verzwicke ich mich in tausenden Fehler,
kaum durchdachten Taten 
und zu 
bissigen Worten, 
als einen Menschen
loszulassen. 
Denn dann bin ich alleine
und bereit 
für den nächsten großen Fall.





Please let me forget. I don't want to remenber.








Panik, 
pure Panik. 
Als ich nach den Fall 
wieder zu mir kam
schmerzte alles höllisch.
Überall ist Blut.
Mein Gesicht hört nicht auf zu bluten.
Ich weiß nicht wie es geschafft habe
aufzustehen.
Ich schrie vor Schmerzen,
ich konnte nicht mehr richtig atmen. 
Ich schrie 
und weinte.
Alles ist dunkel. 
Es fühlt sich so an wie das Ende.
Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, 
sagen sie.
So fühle ich mich gerade. 
Tausend Tränen, 
ein netter Mann 
fuhr mich nachhause. 
Und als ich die Tür aufmachte
war mein Papa schon da. 
Ich konnte mich nicht beruhigen. 
Das ganze Blut 
floss und floss.
Mein Papa fährt über rot
und so schnell er kann.
Die Panik 
und die Angst 
nehmen mir den Atem.
Ich senke den Blick 
als wir in die Notaufnahme 
gingen 
und mir der Arzt 
meine Lippe 
und meine Nase nähte.
Gefühlte tausend Panikattaken
durchlebte ich. 
Meine Hände zittern so sehr.
Alles schmerzt so sehr,
mein Gesicht, 
meine Hand 
und meine Knie. 
Selbst die Schmerzmittel helfen nicht.
Selbst als ich in meinem Bett angekommen bin
konnte ich nicht aufhören zu weinen.
Tausend Bilder im Kopf.
Ich wünschte,
ich wäre tot. 
Zig Panikattaken 
später 
versuchte ich wieder zu lächeln 
aber als ich in den Spiegel guckte
und mein so aussieht 
als hätte mich jemand verprügelt,
Überall blaue Flecke,
die mich anstarren.
Ich breche wieder zusammen. 
Ich sah mein Papa weinen. 
Ich spürte wie alles in mir zusammenbrach.
 Mir tut alles so leid. 
Ich will aufwachen 
und merken 
das ich alles nur geträumt habe. 
Aber ich weiß schon längst, 
mein Leben ist ein Albttraum 
aus dem ich nicht mehr aufwache.





Do you ever miss yourself?






Wie können Tage vergehen, 
die man eigentlich nicht 
überleben will? 
Ich stehe mittags auf, 
weil die Nacht zu meinem Feind wurde. 
Vor 4 Uhr oder 5 Uhr 
finde ich kein Schlaf, 
keine Ruhe. 
Es ist 
als würden 
die Dämönen 
mir nachts 
all meine Fehler, 
all meine Schandtaten 
ins Ohr brüllen. 
Ich welse mich umher 
und betrachte Nacht für Nacht 
meine vernarbten Oberschenkel,
die viel zu breit geworden sind. 
Und ich frag mich,
was das alles noch 
ein Sinn hat.
Ich wache auf,
starre minutenlang an meine Wand
und mache Sport.
Mache eine Pause 
und mache wieder Sport. 
Doch ich schaue 
immer noch
in den Spiegel 
und seh 
der viel zu unsichere Elefant, 
der nur das Leben erträgt,
wenn sich entweder die Pupillen weiten, 
Gras in der Lunge
der Magen voller Alkohol ist
oder hungert.
Ich habe das Gefühl,
ich bin dem Ende 
schon wieder viel zu nah. 
Wenn ich selbst nachts 
keine Ruhe 
finde, 
wann dann? 
Wenn ich selbst von hungern
nicht abnehme,
wie soll ich jemals 
mein Körper 
vertrauen 
und akzeptieren können? 
 Und wie soll ich jemals
mein Körper akzeptieren
ohne zu hungern?
Ich habe mein halbes Leben 
nichts anderes gemacht 
als zu hungern. 
Heute habe ich überlegt 
wann ich das letzte Mal 
ein Eis gegessen habe. 
Ich war mir nichts sicher,
aber ich glaube 
es ist schon 10 Jahre her. 
Immer ging es darum mich selber 
zu akzeptieren,
aber kaum einer versteht, 
dass das nicht so einfach geht. 
Um mich akzeptieren zu können 
muss ich mir selbst verzeihen, 
muss ich mich bei meinem Körper
entschudligen 
für all die schlimmen Dinge, 
die ich ihm angetan habe. 
Aber ich schaffe das einfach nicht. 
Auf meiner Stirn
steht  
Schuldig
bis in den Tod.


 

I'm so fucking afraid of never being good enough






Trotz der kleinen Überdosis
habe ich die Nacht 
kaum geschlafen. 
Die Gedanken 
haben 
einfach 
keine 
Ruhe 
gegeben. 
Meine Gedanken
wussten 
alles besser.
"Du wiederholst 
sowieso 
die Klasse. 
Pack bloß 
viele Taschentücher 
ein. 
Du wirst 
heulen 
wie 
ein kleines Kind,
du Versagerin."
Mit einem 
schlechten Gefühl 
wachte ich auf
und ich hatte 
das Gefühl 
mich übergeben 
zu müssen. 
Meine Augenringe
lachten 
mich aus,
als ich 
mich
im Spiegel 
betrachte. 
Mit nassen Haaren
saß 
ich 
auf meinem Bett
und hätte
mich am liebsten 
den ganzen Tag 
dort versteckt. 
Die Übelkeit 
stieg
als ich im Auto 
meiner Klassenkameradin
saß
und es wurde 
immer schlimmer
als wir in der Schule 
waren 
und jeder 
wirklich jeder
davon sprach, 
dass sie die Prüfungen
eh 
nicht bestanden 
hätten. 
Ich wollte einfach nur 
weg rennen 
und mich hier 
nie wieder 
blicken lassen. 
Meine Klassenlehrerin
betrat 
den Raum 
und mit jeder Minute,
die ich warten musste,
bis ich endlich 
an der Reihe war,
fühlten sich an wie Stunden. 
Ich musste 
die ganze Zeit 
meine Tränen 
zurückhalten. 
Wie erbärmlich 
wäre das denn 
wenn ich hier 
plötzlich anfange
zu weinen? 
In meinen Venen 
floss mehr Angst
und Panik 
als Blut.
Diese ganze Panik 
strömt 
durch mein Körper.
Es fühlt sich so an 
als wäre 
ich eine 
Panikattacke 
viel zu nah.
Als dann eine 
von meinen liebsten
aus der Klasse
bestanden hatte
war ich kurz
erleichtert, 
aber dann 
holten 
mich wieder Zweifel ein. 
Alle wären so enttäischt 
von mir, 
wenn ich es nicht schaffen würde.
Als ich dann endlich 
dran war
wurden meine Knie 
weich 
und ich hatte 
Gefühl, 
dass ich sofort 
anfagen würde zu weinen, 
wenn ich meine Klassenlehrerin
in die Augen schauen würde.
"Beruhigen sie sich,
sie haben bestanden."
Als sie diesen Satz sagte
fiel jegliche Last 
von meinen Schultern. 
Ich bekam nichts mehr  
von ihren Worten mit. 
Ich wollte einfach nur hier raus 
und meine liebsten umarmen. 
Als ich in die Klasse ging 
und gesagt habe, 
dass ich bestanden habe, 
fingen meine Klassenkameraden
 an zu klatschen 
und ich hätte am liebsten 
losgeweint. 
Als dann 
noch die nächste
von meinen liebsten 
vor Freude weinend 
sagte,
dass sie auch bestanden 
hat, 
starten wir 
eine Gruppenumarmung. 
"Wir haben es alle geschafft. 
Ich kann das alles noch nicht realisieren."
Noch nie habe die Nähe 
von zwei Personen 
so gebraucht.
Ich habe es geschafft. 
Ich hätte nie gedacht, 
dass ich es schaffen würde.
Ich bin nun
angehende Erzieherin.
Ich glaube,
ich brauche noch
ein paar Tagen
um das wirklich
zu realisieren. 
Immer noch 
ist meine Zukunft
ungewiss, 
aber wenigstens 
konnte ich 
meine Stimmen zeigen, 
dass ich in dieser Hinsicht
nicht versagt habe. 
Das ist doch zumindest etwas,oder?
 

 

Die Frage ist jetzt, ob sich Leben so lohnt.





Mein Papa und ich 
fahren endlich weg
von hier. 
Die Hölle hat sich hier
viel zu weit ausgebreitet. 
Lauter innerliche Brandnarben 
zieren auf unseren Körper
und unsere Blicke 
sind entweder voller Wut 
gemischt mit Traurigkeit
oder gehen stetig ins Leere.
Deswegen mussten wir hier weg,
weg von der Frau, 
die wohl meine Mama ist  
war.
 Diese Auszeit 
war mehr als nötig. 
Ich wollte meine stetige Leere
und den Drang
mich töten
im Meer ertrinken 
und mich gleich mit. 
Doch ich saß nur am Meer 
und konnte meine Gedanken 
nicht los lassen. 
Alle Fotos, 
die mein Papa 
von mir machte, 
waren so grässlich. 
Ein fettes Schwein 
macht sich nie gut 
auf Fotos. 
Ich wollte endlich 
wieder mal erholsam schlafen 
doch in der ersten Nacht
haben grausame Träume 
mich heimgesucht. 
Bei dem ersten Traum 
war sie wieder die Hauptrolle. 
Sie liebte mich
sowie vor ein paar Jahren. 
Du wolltest 
mich nicht mehr loslassen 
und als ich dann aufgewacht bin
hätte ich vor lauter Trauer schreien 
können. 
Du warst mir plötzlich wieder so nah,
doch das war alles nicht real. 
Ich werde dich nie wiedersehen, 
du wirst mich nie wieder küssen 
 und das schmerzt 
immer noch viel zu sehr. 
Ich denke so oft an dich.
Dich zu vergessen dauert wohl Jahre. 
Ich wünschte du würdest 
auch so sehr an mich denken, 
aber nachdem 
ich dir gezeigt habe
das ich gut ohne dich weiterleben kann,
wirst du
 niemals mehr an meinem Namen denken 
und dabei warme Gefühle haben.
Kurze Zeit später schlief 
ich wieder an
und der nächste Traum 
fraß mich auf 
und hinter ließ 
nur noch traurige Knochen. 
Ich war wieder gefangen 
in einem Einkaufscenter. 
Ein Vergewaltiger, 
der all seine Opfer
nach dieser Tat tötete, 
versteckte sich dort.
Ich habe mein Ende 
schon vor meinen Augen gesehen. 
Ich wusste,
ich komme hier niemals 
lebend raus.
Ich habe mit allen abgeschlossen. 
Dann fand der Mann mich
und spürte einen Schmerz,  
der so groß war, 
dass mein sich Herz still legte. 
Ich war tot
und dann wachte ich auf 
und lebte immer noch. 
Nach diesen beiden Träumen 
schluckte ich zusätzlich 
noch Tavor zu meinen anderen Pillen.
Diese ganzen Vergewaltigungsträume 
kann ich kaum ertragen.
Ich bin nirgendswo sicher. 
Überall holen mich diese Taten heim.
Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft 
mein Papa ein bisschen Erholung zu schenken. 
Wir liefen durch die Straßen
und er kaufte mir ein Buch, 
welches ich auch gleich anfing zu lesen. 
Wir gingen auf eine Kirmis 
und wir fuhren zusammen Kettenkarussell, 
wo ich wieder Panik bekam. 
Ich liebe Kettenkarussell 
aber vor diese Höhe
und
diese Schnelle
hat das Kind 
Angst.
Ich laufe immer 
noch mit dem Kind 
Hand in Hand. 
Sie hat immer Angst
und diese Angst übeträgt 
sie auf mich. 
Ich kann die Angst 
nicht loslassen. 
Ich habe nur 
ein Heilmittel dafür. 
Ich schlucke viel zu viele 
Pillen,
Opiate,
Alkohol,
Enttäuschungen 
und Wut. 
Kein Wunder
das ich in den Spiegel
blicke 
und mich selbst 
nicht erkenne. 




 

Ich will nicht dass du siehst wer ich bin wenn ich mich selbst verlier’






Ein Gewitter staut sich auf
und ich schaue 
mit einer Kippe in der Hand
den Blitzen beim blitzen zu. 
Gewitter erinnern 
mich immer an mich. 
Ich fresse alles in mich herein 
und plötzlich kommt ein Sturm auf, 
ein kleiner Luftstoß 
und ich kann 
mich 
nicht mehr 
zusammen reißen. 
All die Gefühle, 
all die hässlichen Erinnerungen
überstörmen mich 
wie ein Hagelregen. 
Mein ganzer Druck,
der ich so lange 
versucht habe 
zu unterdrücken, 
schreit mich förmlich an 
und ist noch lauter
 als der Donner 
in stürmischen Nächten. 
Ich gebe mich den Druck hin,
sonst habe ich das Gefühl,
dass ich platze 
und alles ekelige 
kommt zum Vorschein
und jeder kann 
alle meine Fehler sehen. 
Die Blitze am Himmel 
sehen 
so wunderschön aus. 
Ich wünschte,
ich wäre so schön 
wie sie. 
Unnahbar 
bin ich,
genauso wie sie. 
 Wenn ich merke, 
dass einer mir zu nah kommt 
gehe ich auf Distanz. 
Vielleicht nicht äußerlich, 
aber innerlich. 
Ich kann 
mit den ganzen lieben Worte, 
die vor lauter Wärme und Liebe 
tropfen,
nicht mehr umgehen. 
Ich habe sie doch gar nicht verdient. 
Ich suche lieber nach Personen, 
die so unnahbar scheinen, 
wie ich selbst. 
Die Gefühle nur zeigen, 
wenn jeder Funke Selbstbeherrschung 
abhanden gekommen ist. 
Mit den Jahren 
ist das Gefühl
wahre Liebe 
verdient zu haben 
viel geringer 
geworden
und ich glaube 
mit jedem Fehler, 
den ich noch an mir finden werden, 
wird es noch weniger. 
Und jetzt stehe ich da 
mit einer Leere 
im Herzen
und kann das Gefühl 
der Liebe gar nicht mehr greifen, 
nicht mehr annehmen. 
Wahre Liebe 
ist einfach 
viel zu schön
um wahr 
zu sein. 
 
 
 
 
 

Vodka is easier to swallow than the thought of losing you






Ich fühle mich 
im Moment 
viel zu zerbrechlich, 
obwohl ich viel zu viele Kilos
auf meinen Körper trage. 
Die Nächte 
werden 
wieder dunkel. 
Eine Welle 
voller Traurigkeit 
kommt auf mich zu 
und ich ertrinke 
darin. 
Ein Bild von dir
wie du einen anderen küsst, 
Menschen die mich verlassen möchten, 
ertrage ich einfach nicht. 
Ich kann Menschen nicht los lassen 
und das ist das 
was mich in die Tiefe zieht. 
Die Vergangenheit 
einfach Vergangeheit 
sein lassen 
kann ich nicht. 
Ich suhle mich in vergangen Zeiten
und wundere mich, 
dass ich still und leise 
in meinem Bett weine 
und wünsche 
das ich endlch neue Klngen hätte, 
wo ich all die Traurigkeit 
aus mir raus schneiden kann. 
Ich möchte alles vergessen, 
was mich in den Träumen heimsucht 
und ich beim aufwachen wünschte, 
ich wäre im Traum gestorben.
Ich möchte an keinen mehr hängen, 
wo ich weiß, 
dass er nicht mehr an mich denkt 
und ich will auch nicht so eine Person sein, 
die darüber Texte schreibt. 
Ich will das alles doch nicht. 
Meine weinerliche Seite 
bringt keinen etwas, 
mir am wenigsten. 
Doch Glück scheint mir wohl nicht gegönnt, 
verständlich
bei dieser Grausamkeit 
was in meinem Herzen wohnt.




You, a forever wound.






"Ein Therapeut hat mir das mal so erklärt: 
Es gibt Frauen die auf Männer stehen. Männer die auf Frauen stehen. Frauen die auf Frauen stehen. Männer die auf Männer stehen. Und dann gibt es noch die Männer/Frauen die auf kleine Kinder stehen. Diese pädophile Neigung kann man nicht heilen, nur den Trieb auf etwas anderes lenken wie zum Beispiel in Sport."

Ich gucke die ganze Zeit auf meine Zettel und vermeide jeglichen Blickkontakt. Zähle die Minuten und als es zur Pause klingelt kann ich gar nicht schnell genug aus den Klassenzimmer heraus kommen. Wir stehen alle in der Gruppe und ich rauche und rauche und zünde mir noch eine Kippe an. Jeden einzelnen Zug für das missbrauchte Kind, welches meinen Namen trägt. Am liebsten würde ich mir meine Kippe direkt ins Herz drücken. Eine Brandnarbe auf meinem Herzen würde sich bestimmt schön auf mein eh schon vernarbetes Herz machen. Meine Gedanken hören nicht auf sich um dieses Thema zu drehen. Wenn ich irgendwann mitkriege das du das was du mir angetan hast auch noch anderen Kindern antust, dann werde ich dich anzeigen. Nie wieder sollst du das jemanden antun. Es dürfen wegen dir nicht noch mehr gebrannte Seelen durch die Welt irren und keinen Ausweg mehr finden außer in der Selbstzerstörung. Es reicht schon das du einen Menschen die Kindheit geraubt hast. Ich verachte dich. Ich kann dich nicht hassen, aber du ekelst mich so an wie noch kein anderer Mensch zuvor, obwohl ich schon viel zu viele Wölfe treffen musste. Aber keiner war so widerlich wie du. Keiner hat sich an einer 3 jährigen vergriffen. Du hast mich ausgenutzt, mir alles geraubt vor allem meine Stimme, du hast mich missbraucht und dann vor anderen so getan als könntest du keine Fliege was zu leide tun. Du hast das alles nicht nur ein mal gemacht sondern bestimmt über 30 Mal. Bitte bitte bitte bitte lass es nicht noch mehr sein. Bitte bitte. Bis ich dir "alt wurde" (10 Jahre). Ich hoffe du spürst lauter Schmerzen, wenn du an diese Zeit zurück denkst.    
 Ich hoffe, du leidest und es tut dir leid. Auch wenn mir das rein gar nichts mehr bringt. Aber wenn ich ehrlich bin glaube ich, dass dir das überhaupt nicht leid tut. Wahrscheinlich denkst du an diese Zeit mit einem Lachen zurück. Und wenn ich mir das vorstelle könnte ich würgen. Und dich anschreien bis meine Stimmbänder reißen. Doch ich schwanke jetzt zwischen weinen, mir selbst weh tun, auf den Stepper laufen bis ich keine Kraft mehr habe und mir den Tod wünsche. Mein Kopf ist vergiftet. Diese Erinnerungen sind Gift für mich doch ich kann sie nicht verdrängen. Nicht jetzt. Nicht heute. Gift bekämpft man mit gegen Gift. Flasche auf, Pillenschachtel auf und schlucken.
 https://www.youtube.com/watch?v=SzgWHmZ3P0g



I know I have a heart because I feel it breaking.





Zwischen Albträume von dunklen Männer, 
die mich gewaltsam immer und immer wieder vergewaltigen.
Zwischen solche Sätze wie:
 "Hatte N. nicht früher dünne Beine? Hat sie etwa zugenommen".
Zwischen unendlichen Selbsthass,
 der mich von Stunde zu Stunde mehr auffrisst,
 bis ich am liebsten die Klippe runter springen würde.
Zwischen kleinen vielen Tavor Pillen, 
die den Selbsthass betäuben 
und mich für den Moment 
ruhig stellen.
Zwischen Blicke im Spiegel, 
wo ich mir wünsche nicht mehr ich selbst zu sein.
Zwischen unendlichen Minuten auf dem Stepper, 
wo ich danach kaum mehr schaffe die Treppe hoch zu gehen.
Zwischen Prüfungsangst
 und das Gefühl viel zu dumm zu sein um sie zu bestehen. 
Zwischen Wolfsätze, 
die darauf hindeuten, dass er mich unbedingt wiedersehen will. 
Nur um mir wieder meine Würde, die kaum mehr verhanden ist,
 zu nehmen.
Zwischen all den Momenten dieses Tages, 
wünsche ich mir nie wieder mein Bett zu verlassen
 und tagelang nichts essen zu müssen. 





Was in die Brüche geht merkt man erst, wenn der Sturm sich legt





Kurz bevor ich losgehe, geh ich noch zu meinem Papa um mich zu verabschieden. Er sitzt wie jeden Samstag Abend auf dem Sofa und guckt Sportschau. Ich sage ihn, dass ich jetzt zu M. gehe und er guckt mich ganz traurig an. Er sagt mir, dass alles so weh tut was meine Mutter ihn antut und ich weiß einfach nicht was ich ihn antworten soll. Diese ganze Situation, die momentan bei mir zuhause abläuft, hat uns allen die Füße unter den Boden weg gezogen außer natürlich meiner Mutter. Ich streichele ihn am Arm und versuche ihn klar zu machen, dass er noch mich hat und das er niemals alleine diese Zeit durchstehen muss. Dann sagt er: "Das hoff ich doch. Aber du zerstörst dich selber doch so sehr. Ich brauche dich hier, N." Ich vergewissere ihn, dass egal was noch kommt, ich an seiner Seite bin. Ich hoffe so sehr, dass er mir das glaubt. Auch wenn ich immer mit dem Tod kämpfe weiß ich das ich ihn nicht alleine lassen kann. Nicht jetzt, nicht dieses Jahr. Auch wenn ich mir für mich nichts anderes wünsche als einrn qualvollen Tod. Ich versuche ihn dazu zu bringen heute Abend noch was zu essen und dann meinte er nur: "Ich mache es so wie du." Das macht mich so traurig. Ich kann ihn nicht zum essen zwingen, da ich selber ganz gut ohne essen auskomme. Ich wuschel seine grau braunen Haare und verlasse das Wohnzimmer. Als ich meine Schuhe anziehe muss ich nur daran denken. Was ist nur mit uns allen passiert? Ich kann das alles immer noch nicht fassen. Letztes Jahr habe ich noch mit meiner Therapeutin darüber geredet wie froh ich bin, dass unsere Familie sich nach all den dunklen Jahren, wieder zueinander gefunden hat. Und jetzt sitzen wir in den Scherben unserer Familie und meine Mutter lacht uns aus, wenn wir uns an den Scherben schneiden. Sie ist berechnend und tut die ganze Zeit sie wäre hier das Opfer. Als wäre sie nicht die, die uns allle betrogen hat.Ich weiß nicht mehr was ich tun soll um mein Vater aufzubauen. Er ist nur noch ein Schatten seiner Selbst sowie ich. Sowas wollte ich nie. Ich bin ein Papa Kind und ich würde für ihn durchs Feuer gehen und all die Brandnarben, die ich deswegen auf meinen Körper trage, wären mir so egal. Alles was ich will ist ein bisschen Frieden für unsere Familie, die immer kleiner wird. Doch ich glaube darauf kann ich lange warten. Frieden gibt es nicht mehr in diesen Höllenhaus.
https://www.youtube.com/watch?v=vkzKH9_6vio



I am destroying myself so other people can’t,“ she said, ” and it’s the worst kind of control but it’s the only form I know.







Mein erster Tag 
seit Ewigkeiten 
ohne Alkohol. 
Ich schaffe es trotzdem nicht 
nüchtern zu bleiben. 
Schlucke 
wunderschöne blaue Pillen, 
1,2,3,4,5
und ich merke 
mein Hals kratzig wird 
und ich ganz viel trinken muss,
um dieses Gefühl 
zu vernichten. 
Eigentlich wollte 
ich 
mit weniger Pillen 
anfangen, 
doch das Junkie Biest 
in mir 
konnte 
es 
einfach 
nicht 
sein
lassen. 
Ich spüre 
wie die Pillen 
meine Sinne 
vernebeln 
und 
alles in mir 
vor allem 
mein Herz 
betäubt wird. 
Ich krame nach alten 
Notizbücher 
von mir 
und 
ich fand 
lauter Sätze, 
die ich in lauter 
Not und Schmerz 
geschrieben habe. 
Sätze wie ich: 
"Oh du einsames Wesen, 
was bist du nur für ein einsames Wesen. 
Du bist schon längst tot."
Oder Sätze wie:
" Irgendwie scheint es mir 
als wäre der Tod 
ständig schneller 
als das Leben. 
Der Tod ist dem Leben 
tausend Schrite voraus
und vernebelt mir die Sicht, 
sodass ich das Leben 
gar nicht mehr sehen kann."
Und ein Ztat von der 
großartigen Lilly Lindner, 
welches mir mein Herz still legte:
 "Wortgewalt ist nichts 
gegen nackte Sexgewalt."
Ich lese mir diesen Satz 
tausend mal durch 
und ich merke 
wie ich sentimental werde. 
Tränen sammeln sich in meinem Auge
aber ich lasse es nicht zu,
dass ich anfange zu weinen.
Da ich solche Gefühle 
gerade nicht ertragen kann,
schlucke ich noch mehr Pillen.
Wie tief bin ich nur gesunken?
Ich wünschte, 
ich würde das alles 
als nicht so schlimm empfinden. 
Ich wünschte,
ich wüsste 
nicht was 
Sexgewalt ist.  
Ich wünschte,
ich würde nicht erstarren 
und gedanklich 
mein ganzen Oberschenkel 
aufschneide,
wenn ich Kondome sehe
  So langsam habe ich mich 
an die Nähe 
von M. gewöhnt
und oftmals sehne ich mich 
auch danach. 
Auch wenn ich selber weiß,
dass ich sie eigentlich 
gar nicht ertragen kann. 
Aber diese nackte Nähe 
lässt 
mich 
immer tiefer fallen.
Selbst wenn M. mich zu nichts zwingt,
habe ich das Gefühl
das ich dir sowas Schulde.
Das du das brauchst
um mich zu mögen,
das du dich dann nur gerne mit mir triffst
und auch nur deswegen bei mir bleibst.
Wie halten andere Menschen diese nackte Nähe nur aus?
Ich schaue in den Spiegel 
und merke wie meine Pupillen 
immer kleiner 
und dann größer werden. 
Ich lach mein Spiegelbild aus 
und merke 
das ich nichts anderes bn 
als eine Junkie Nutte. 
Mit jeder weiteren Kippe 
 schweife ich ab 
und fühle mich 
für einen kurzen Moment 
als wäre ich nicht ich 
sondern eine viel bessere Version, 
eine viel liebere Person. 
Doch das ist nur Illusion, 
die mit Halluzinationen 
verknüpft sind. 
Halluzinationen 
können zum besten Freund
werden, 
wenn die Realität 
dir zum Feind wird. 





 

Ich wäre so gerne mal wieder glücklich ohne Drogen zu nehmen




Die Situation zuhause spitzt sich zu. 
Meine Mutter hat anscheinend ihr Verstand verloren 
sowie ich vor Jahren. 
Sie startet ein Gefühlsamoklauf. 
Sie beleidigt mein Vater 
und mit jeden weiteren bösen Wort schießt sie auf mein Vater 
und auf mich ein. 
Ich stehe stumm daneben 
und versuche nicht laut los zu schreien. 
Ich glaube, 
wenn ich einmal angefangen habe 
zu schreien 
höre ich 
so schnell nicht mehr auf. 
Sie hat unsere Familie aufgegeben 
und ignoriert all ihre Fehler. 
Alle anderen sind schuld. 
Vor allem mein Vater 
und ich mit meinen ständigen Versuche ins Grab zu gelangen.
 Ihre Rolle als Mutter hat sie abgelegt
 und sucht sich gleich jemanden anderen 
um vor uns zu fliehen. 
Ich habe anscheinend meine Mutter verloren. 
Ich schaue sie an 
und seh eine fremde Person vor mir. 
Wenn sie mich versucht anzufassen 
zucke ich zusammen. 
Ich ertrage ihr Verhalten 
und Anwesenheit 
 nicht mehr. 
Auch wenn es hart klingt, 
es wäre besser wenn sie geht. 
Vor allem für mein Papa. 
Er geht immer mehr kaputt an ihr 
und ich versuche ihn aufzufangen, 
wenn er fällt 
und mir seine Sorgen anzuhören. 
Da wundert sich meine Therapeutin 
warum ich so viel trinke. 
Sie redet lauter Floskeln, 
beurteilt mein Körper
 und mein aufgeschwommenes Gesicht 
und ich werde immer und immer kleiner. 
Ich will raus rennen 
und sie nie wiedersehen.
 Dieses Gefühl mich bei ihr wohl zu fühlen
 hat sie in 50 Minuten im Keim erstickt. 
Egal wo ich hin gehe 
staut sich ein Sturm auf. 
Ich gerate in ihn hinein 
und komm völlig aufgewühlt daraus. 
Mein Körper sieht aus 
als hätte ich 
eine harte Schlacht 
hinter mir. 
Er ist voller voller Brandnarben an meinem Bauch und Oberschenkel, 
voller Narben an den Armen, Beinen, Hüfte 
und der Pulsader, 
die mir zeigt das es besser gewesen wäre 
mein Leben vorzeitig zu beenden. 
Voller Aschenbecher Narben 
von Nächte, 
wo der Schmerz 
und der Hass 
sich zusammen getan haben 
um auf mich ein zu prügeln.
 Ich will wieder weniger werden
 und um wenigstens ein Alkohol freien Tag zu schaffen 
suche ich mir 
andere Drogen
und verdränge 
was das wohl für Folgen hat. 
Ich falle immer tiefer in die Abhängigkeit hinein. 
Konsumiere was das Zeug hält 
um endlich vor mir selbst zu fliehen.
 Ich verabscheue meine Existenz 
und sehne mich nach den weiteren Fall, 
nur um zu sehen ob mein Lebenswille sich irgendwo in meinem Herzen versteckt hat. 
Nur dann weiß ich ob es wirklich Zeit ist zu gehen.